Vollversammlung

Die Vollversammlung ist das oberste beschließende Organ des Kreisjugendringes Herzogtum Lauenburg. Sie vertritt die Gesamtheit der Mitglieder und legt die Grundsätze und die Gesamtplanung für die Arbeit des Kreisjugendringes Herzogtum Lauenburg fest und ist mindestens einmal jährlich durchzuführen.

Der Vollversammlung gehören mit Stimmrecht die jeweils von den Mitgliedern benannten Delegierten und die stimmberechtigten Mitglieder des Vorstandes an.
Es entsenden

  • jeder Kreisverband bis zu
    100 Mitgliedern = drei Delegierte
    500 Mitgliedern = fünf Delegierte
    1000 Mitgliedern = sieben Delegierte
    über 1000 Mitglieder = acht Delegierte.

Maßgeblich für die Berechnung der Delegiertenzahl sind die bis zum 15.02. jeden Jahres vorliegenden Mitgliederzahlen.

  • jeder Orts- bzw. Stadtjugendring zwei Delegierte
  • jede Jugendgruppe ohne Kreisverband eine_n Delegierte_n.

Die Vollversammlung entscheidet über die Aufnahme und den Ausschluss von Mitgliedern.

Die jährliche Vollversammlung findet zumeist im März/April statt. Es erfolgt eine schriftliche Einladung.

Kinder, Jugendliche und Jugendarbeit mehr in den Blick nehmen

Kreisjugendring verabschiedet Position zu Corona auf erster virtueller Vollversammlung

Für den Kreisjugendring Herzogtum Lauenburg (KJR) war es eine Premiere. Am 28. Mai fand seine erste virtuelle Vollversammlung mit über 70 Delegierten und Gästen statt .Die Delegierten aus den Kreisjugendverbänden, örtlichen Jugendringen und Einzelgruppen, die über die Hälfte der rund 50.000 jungen Menschen im Herzogtum Lauenburg über ihre Vereine und Verbände vertreten, verabschiedeten die Position „Kinder, Jugendliche und Jugend(verbands)arbeit in Zeiten von Corona“.

Die 2. Vorsitzende Eugenia Roo und der Schatzmeister Julian Schlicht betonen dabei, dass diese über ein Jahr an dauernden Coronazeit für alle schwierig ist. Junge Menschen sind aktuell besonders betroffen und müssen auch besonders in den Blick genommen. „Kindheit und Jugend kann nicht nachgeholt werden und junge Menschen dürfen nicht nur in ihrer Rolle als Schüler oder Schülerin gesehen werden“, so Schlicht. Sie brauchen Kontakt zu Gleichaltrigen und weiteren erwachsenen Ansprechpersonen neben ihren Eltern und Lehrkräften, um ihre individuelle Persönlichkeit zu entfalten. Kinder und Jugendliche müssen Freiräume haben, in denen sie sich fernab von Leistungsdruck ausprobieren und entwickeln können. Kinder und Jugendliche wurden und werden aktuell an den sie betreffenden Entscheidungen zu wenig beteiligt. „Gerade jetzt müssen sie aber gehört und ernst genommen werden“, fordert Roo im Namen des Kreisjugendringes. Die Jugend(verbands)arbeit kann genau diese Freiräume und Beteiligungsmöglichkeiten bieten. Zudem fördert sie das demokratische Engagement von jungen Menschen. „Kinder- und Jugendarbeit muss nach fast 6 Monaten Lockdown in verhältnismäßigem Rahmen ermöglicht werden. Den Akteur_innen der Jugend(verbands)arbeit muss gerade mit Blick auf die Sommerferien weitergehende Perspektiven und größtmögliche Planungssicherheit bieten“, lautet der eindeutige Appell an die Politik. Ebenso richtet die Position den Blick auf die Jugendfreizeitstätten, wie Jugendherbergen, Schullandheime und Selbstversorgerhäuser, deren Existenz gesichert werden muss. Auch zur Digitalisierung bezieht der Kreisjugendring Stellung. „Durch die Corona-Pandemie wurden hier große Fortschritte erzielt. Digitale Jugendarbeit und auch digitale Jugendbeteiligung kann Jugendarbeit und -beteiligung in Präsenz nicht ersetzen, jedoch unter gewissen Voraussetzungen ergänzen und unterstützen“, heißt es in der Position.

Die Porsition „Kinder, Jugendliche und Jugend(verbands)arbeit in zeiten von Corona kann hier als pdf-Datei geöffnet werden.

Landtagspräsident Klaus Schlie, Bundestagsabgeordneter Norbert Brackmann (beide CDU) sowie die stellvertretende Jugendhilfeausschussvorsitzende Annedore Granz (Bündnis90/Die Grünen) waren ebenso der Einladung gefolgt wie weitere Vertreter der Bündnis 90/Die Grünen, SPD und Verwaltung.

Schlie befürwortete in seinen Grußworten, dass der Kreisjugendring mit der Position zu „Kinder, Jugendliche und Jugend(verbands)arbeit in Zeiten von Corona“ Stellung bezieht. Brackmann, der herzlichste Grüße der Bundesebene übermittelte, dankte den Ehrenamtlichen in den Vereinen und Verbänden für ihre Arbeit. „Beim Lesen des Jahresberichtes für das vergangene Jahr war ich beeindruckt, was der Kreisjugendring trotz Corona auf die Beine gestellt hat“, so Granz in ihrem Grußwort. Sie betonte zudem die gute und konstruktive Zusammenarbeit zwischen Kreis und Kreisjugendring.

Der 1. Vorsitzende des KJR Jens Pechel ging in seinem Bericht für das vergangene Jahr insbesondere auf die Corona-Situation ein. Geplante Veranstaltungen des KJR mussten abgesagt werden, teilweise wurden sie verschoben oder in den digitalen Raum verlegt. Der KJR bedankt sich für die gute Zusammenarbeit mit der Kreispolitik und Verwaltung, die durch Änderungen der Richtlinien zur Förderung der Jugendarbeit den Anträgen des KJR gefolgt sind und so eine finanzielle Förderung auch in dieser Zeit ermöglichten. Dank sprach er auch an die Vereine und Verbände aus, die auch in dieser schwierigen Zeit weiter aktiv waren. „Der KJR wird weiterhin an Eurer Seite stehen und Euch bei den Landesverordnungen, Hygienekonzepten und ähnlichem unterstützen“, versprach Pechel.

Dass der Kreisjugendring sich in 2020 personell in seiner hauptamtlichen Geschäftsstelle neu aufstellen musste, war eine zusätzliche Herausforderung. Mit Stefanie Möhring hat im September 2020 eine neue Bildungsreferentin und mit Vanessa Zohm am 15. März 2021 eine neue Koordinatorin für die Partnerschaften für Demokratie angefangen. Zudem gewann der KJR mit Jule Kundoch und Annika Rabe zwei neue Kolleginnen für die Umsetzung des Modellprojektes „Aktivieren. Engagieren. Mitbestimmen – Fit für Beteiligung“, welches in Kooperation mit dem Amt Berkenthin und der Stadt Geesthacht umgesetzt wird. Das Modellprojekt wird im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert und ist befristet bis Ende 2024.

Fast konstant bleibt der Vorstand in seiner Besetzung. Eugenia Roo wurde als 2. Vorsitzende ebenso wie Julian Schlicht als Schatzmeister wiedergewählt. Auch Andrea Hasenkamp wird für zwei weitere Jahre als stellvertretende Vorsitzende tätig sein. Für den ausscheidenden Norman Bell, der acht Jahre im Vorstand mitarbeitete, wurde Franzisca Beyer auf Vorschlag der Kreisjugendfeuerwehr zur stellvertretenden Vorsitzenden gewählt.

Fünf Monate später als geplant, führte der Kreisjugendring Herzogtum Lauenburg (KJR) seine Vollversammlung durch. Coronabedingt musste der KJR seinen ursprünglichen Termin am 24. April absagen; nun konnte der Vorstand des KJR 44 Delegierte aus den Jugendverbänden sowie Gäste, darunter Kreispräsident Meinhard Füllner, die Fraktionsvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen Annedore Granz, die Kreistagsabgeordnete Anja Reimann (CDU) sowie aus Mölln Bürgervorsteher Jan Frederik Schlie und Bürgermeister Jan Wiegels, aus Politik und Verwaltung begrüßen.

Mit dem Motto „Kinderrechte schaffen Zukunft“ griff der KJR das Thema des Weltkindertages am 20. September auf. Drei Workshops hatte der KJR im Vorfeld des Weltkindertages durchgeführt. Kinder und Jugendliche beschäftigten sich mit Kinderrechten, schrieben Poetry-Slam-Texte, entwickelten und vertonten Hip-Hop-Songs und setzten sich mit Alltagshelden und -heldinnen auseinander. Die Ergebnisse wurden im Rahmen eines Vortrags vorgestellt. Dass die Umsetzung der Kinderrechte in der Kommune dieser wesentliche Vorteile einbringen kann, stellte Arne Strickrodt (Geschäftsführer des KJR) dar. „Jugend(verbands-)arbeit setzt sich für die Umsetzung der Kinderrechte ein und lebt sie“, so Strickrodt.

Im Forum der Gemeinschaftsschule Mölln, die als Ausrichtungsort es ermöglichte die notwendigen Abstandsregelungen einzuhalten, berichtete Jens Pechel über das Jubiläumsjahr des KJR und die Aktivitäten in 2019. Der KJR wurde im vergangenen Jahr 70 Jahre alt, feierte 50 Jahre Aktion Ferienpass und 40 Jahre mobile Spieliothek. Zudem öffnete Tillhausen als beliebtes Stadtspiel vor 20 Jahren zum ersten Mal seine Tore. Neben diesen Jubiläen standen in 2019 aber auch die zweite Auflage von HerzogTumult, dem Tag der Kinder- und Jugendarbeit, ebenso im Programm wie die internationale Jugendbegegnung „Balticipation“ in Kooperation mit dem Landesjugendring und 50 Teilnehmenden aus 9 Nationen.

„Mit der Möglichkeit coronabedingte Stornokosten für Jugendfahrten im Rahmen der „Richtlinie zur Förderung der Jugendarbeit“ geltend zu machen und dem Beschluss im Jugendhilfeausschuss Projekte in der Jugendarbeit zu fördern, folgte Politik und Verwaltung Anträgen des KJR im Sinne der Jugendarbeit“, lobte Pechel lobte die gute Zusammenarbeit mit Kreispolitik und Kreisverwaltung in Zeiten von Corona.

Jens Pechel, der seit 2008 als 1. Vorsitzender den KJR führt, wurde von den Delegierten für zwei weitere Jahre in dieses Amt gewählt. Auch Jennifer Rath und Niclas Ulrich werden für zwei weitere Jahre als stellvertretende Vorsitzende im Vorstand aktiv sein. Anne Redder hatte nach 12 Jahren Vorstandstätigkeit im KJR angekündigt nicht erneut zur Wahl zu stehen. Die zweite Vorsitzende Eugenia Roo dankte ihr für das jahrelange Engagement. Veysi Celik (25) wurde als ihr Nachfolger in den Vorstand gewählt. Veysi Celik kennt den KJR seit seiner Kindheit, in der er in Breitenfelde die Spieliothek besuchte. Später machte er seinen Bundesfreiwilligendienst beim KJR, wurde ehrenamtlich als Jugendleiter aktiv und ist selbst im Sportverein.

Die Delegierten folgten dem Antrag der Tierschutzjugend Mölln, die einen Antrag auf Mitgliedschaft als Einzelgruppe stellte. Im Kreisjugendring Herzogtum Lauenburg sind nun über die 10 Kreisverbände, sieben örtliche Jugendringe und 11 Einzelgruppen rund 50.000 Kinder, Jugendliche und junge Menschen vertreten.

Jens Pechel (1. Vorsitzender) mit dem neu gewählten Schatzmeister Julian Schlicht. Im Hintergrund unsere 2. Vorsitzende Eugenia Roo

Jens Pechel, 1. Vorsitzender des Kreisjugendring Herzogtum Lauenburg (KJR), freute sich am 29. März rund 90 Personen bei der Vollversammlung begrüßen zu können. Neben den Delegierten aus den Mitgliedsverbänden und –vereinen des KJR waren u.a. auch der Kreispräsident Meinhard Füllner (CDU), die stellvertretende Kreispräsidentin Gitta Neemann-Güntner (SPD), die Fraktionsvorsitzende Annedore Granz (Bündnis 90/Die Grünen), aus Mölln, der Partnerstadt Tillhausens, der Bürgervorsteher Jan Frederik Schlie und der Bürgermeister Jan Wiegels sowie  Karsten Fries als neuer Fachbereichsleiter Jugend, Familie, Schulen und Soziales des Kreises der Einladung gefolgt. In den Grußworten der Gäste standen das ehrenamtliche Engagement in der Jugendverbandsarbeit und der damit verbundene Dank für die kontinuierliche und verlässliche Arbeit des KJR im Vordergrund.

In diesem Jahr wird der KJR 70 Jahre alt. „Der KJR ist damals angetreten als Arbeitsgemeinschaft der Jugendverbände mit dem Ziel ein Sprachrohr der Jugendarbeit sowie der Kinder und Jugendlichen in der Öffentlichkeit, in Politik und Verwaltung zu sein. Und wir mischen uns auch nach 70 Jahren noch ein und setzen Impulse“, so Pechel in seinen Ausführungen zum Jahresbericht. „Engagementförderung, Beteiligung von Kindern und Jugendlichen, politische  Bildung in und außerhalb der Schule, Schaffung von Freiräumen für Kinder und Jugendliche , Vernetzung mit Schule und ihrem Ganztag auf Augenhöhe, aber auch Inklusion und Kinderrechte , sind Themen, zu denen wir auf der einen Seite ganz klare politische Forderungen haben und auf der anderen Seite gehen wir diese Themen auch ganz praktisch an“, so Pechel weiter.

Mit dem inhaltlichen Schwerpunt „Zukunft ist jetzt – Nachhaltigkeit trifft Jugendarbeit“ griff der KJR ein aktuelles Thema auf und bezog es ganz praktisch auf die Kinder- und Jugendarbeit. Hannah Bahr, Referentin im Jugendpfarramt der Nordkirche, führte in einem kurzen Impuls in das Thema ein, bevor Delegierte und Gäste in kleinen Workshops unterschiedliche Methoden der Jugendarbeit zum Thema Nachhaltigkeit ausprobierten.

Unter dem Titel „Europa wählen!“ positionierten sich die Jugendverbände, Jugendgruppen sowie Orts- und Stadtjugendringe gemeinsam pro-europäisch. „Europa muss im Sinne der Jugend weiterentwickelt werden. Europa ist ein wertvoller Teil des Lebens junger Menschen“, zitierte die 2. Vorsitzende des KJR Eugenia Roo aus der Positionierung, die einstimmig verabschiedet wurde. „Wir werden am 13. Mai im Rahmen einer Veranstaltung in Kooperation mit der Europa Union Schleswig-Holstein in Geesthacht mit jungen Menschen und Politik zu Europa ins Gespräch kommen“, kündigte Eugenia Roo an. Zudem fordert der KJR alle – und insbesondere die jungen – Menschen auf am 26. Mai mit ihrem Kreuz die Demokratie in Europa mitzugestalten.

Einstimmig wurden auch die Anträge auf Mitgliedschaft im KJR der THW-Jugenden aus Lauenburg, Mölln und Ratzeburg sowie der Royal Rangers aus Geesthacht angenommen.

Sven Wunsch stellte sich nach 6 Jahren im KJR-Vorstand nicht zur Wiederwahl als Schatzmeister. Der bisherige stellvertretende Vorsitzende Julian Schlicht(22) übernimmt nun diesen Posten und rückt somit in den geschäftsführenden Vorstand. Eugenia Roo als 2. Vorsitzende sowie Andrea Hasenkamp und Norman Bell wurden für zwei weitere Jahre zu stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. Des Weiteren sprach die Versammlung Niclas Ulrich (19) das Vertrauen aus und wählte ihn erstmals als stellvertretenden Vorsitzenden in den Vorstand. Niclas Ulrich kommt aus der DLRG-Jugend und war bis Ende letzten Jahres zudem Sprecher des Jugendbeirates in Ratzeburg. „Ich freue mich auf die Arbeit im KJR –Team “, so Niclas Ulrich, der aktuell sein Abitur schreibt,  nach seiner Wahl.

Das einstimmig verabschiedete Positionspapier „Europa wählen!“ steht hier im Wortlaut zur Verfügung.

Delegierte und Gäste bei der Vollversammlung 2018

Die Delegierten der Vollversammlung des Kreisjugendringes Herzogtum Lauenburg (KJR) am 20. April setzten sich mit einer vollen Tagesordnung auseinander. Den Schwerpunkt bildete dabei der Antrag „jugendpolitische Überlegungen 2018-2023“. In einem gemeinsamen Prozess mit seinen Mitgliedsverbänden erarbeitete der Kreisjugendring seit Anfang des Jahres sieben jugendpolitische Überlegungen, die auf kommunale Themen abzielen, um das Aufwachsen junger Menschen kind- und jugendgerechter zu gestalten. Dabei werden sowohl Anliegen aus den Vereinen und Verbänden angesprochen als auch die Interessen junger Menschen nach Mobilität und kostengünstigem Wohnraum aufgegriffen. „Wir müssen dahinkommen, dass auch auf Stadt- und Gemeindeebene im gesamten Kreisgebiet der Jugendarbeit ein hoher Stellenwert eingeräumt und dort auch finanziell gefördert wird. Es kann auch nicht angehen, dass in manchen Orten Hallennutzungsgebühren für Vereine, die Jugendarbeit machen, anfallen“, so eine Delegierte. Gemeinsam mit den Delegierten aus anderen Vereinen und Verbänden sowie zahlreichen Kommunalpolitiker_innen aller Kreistagsparteien, tauschte sie sich im Rahmen eines World Cafés zu den jugendpolitischen Überlegungen aus. „Es ist gut, dass Kinder und Jugendliche in allen Dingen, die sie betreffen, durch die Gemeinde beteiligt werden müssen. Es muss aber auch vor Ort umgesetzt werden. Hier brauchen die Gemeinden noch mehr Unterstützung“, ergänzt ein weiterer Delegierter. Die Vollversammlung beschloss einstimmig die jugendpolitischen Überlegungen. Der Kreisjugendring ist damit aufgefordert diese Themen immer wieder in die politische und öffentliche Diskussion einzubringen. „Als Kreisjugendring verstehen wir uns als kompetenter Ansprechpartner in Sachen Jugendarbeit und als Interessenvertreter der Jugendorganisationen sowie aller Kinder und Jugendlichen“, so Jens Pechel, der als 1. Vorsitzender erneut für weitere zwei Jahre dem KJR vorstehen wird. „Wir freuen uns, dass wir heute gemeinsam mit der Politik die politischen Überlegungen andiskutiert haben. Es gilt nun für die nächsten fünf Jahre dies fortzuführen und gemeinsam nach Wegen und Lösungen zu suchen. Wir werden dies immer wieder auf die Tagesordnung rufen“, so Pechel weiter.

Einstimmig wurde auch die Aufnahme der Kinder- und Jugendbeiräte aus Ratzeburg, Mölln, Lauenburg und Wentorf in den Kreisjugendring beschlossen. „Durch eine Satzungsänderung, die seit letztem Jahr gilt, ist dies möglich geworden. Wir begrüßen dies sehr, da wir uns somit gegenseitig im Netzwerk unterstützen können und im Sinne der Kinder und Jugendlichen mit einer Stimme sprechen“, erläutert Arne Strickrodt, Geschäftsführer des KJR.

Neben Jens Pechel (40) werden auch Jennifer Rath (31), Anne Redder (32) und Oliver Jürk (24) weiterhin im Vorstand ehrenamtlich arbeiten. Malte Allrich (33), der vier Jahre im KJR-Vorstand war, trat aus zeitlichen Gründen nicht wieder an. Für ihn wurde Julian Schlicht (21) als stellvertretender Vorsitzender gewählt. Julian Schlicht war jahrelang in der evangelischen Jugend aktiv, engagiert sich im Deutschen Roten Kreuz, kennt den KJR u.a. als Teamer beim STADT-SPIEL und studiert auf Lehramt. „Ich freue mich auf die Arbeit im Vorstand“, so Julian Schlicht nach der Wahl.

Dank sprach der KJR Christiane Gehrmann aus, die 20 Jahre als Vorsitzende den Jugendhilfeausschuss leitete und nun nicht mehr für den Kreistag kandidiert. Für Rüdiger Jung, Fachbereichsleiter Jugend, Familie, Schulen und Soziales des Kreises, war es in dieser Funktion ebenfalls die letzte Vollversammlung. Er scheidet im nächsten Jahr aus dem Amt und hat den KJR von 1982 konstruktiv begleitet. Beide lobten die Qualität und Kompetenz beim KJR. Neben Rüdiger Jung und Christiane Gehrmann betonte auch Kreispräsident Meinhard Füllner die Bedeutung der Jugendverbandsarbeit und der Arbeit des KJR. Kreispräsident Füllner verbeugte sich im Rahmen seiner Grußworte vor dieser Arbeit im Namen des gesamten Lauenburgischen Kreistages. „Hier findet eine kontinuierliche, und konstruktive Arbeit auf sympathische Art und Weise statt. Das macht ihr spitze!“, so Füllner.

Die verabschiedeten „jugendpolitischen Überlegungen 2018 – 2023“ stehen hier zum Download bereit.

7. Mai – Wir sind dabei! – Landtagswahl 2017

-Eugenia Roo tritt Nachfolge von Sabine Zymelka als 2. Vorsitzende an-

Am 31. März hatte der Kreisjugendring Herzogtum Lauenburg e.V. (KJR) zu seiner Vollversammlung geladen, zu der über 90 Delegierte und Gäste begrüßt werden konnten. Darunter waren auch Landtagspräsident und Schirmherr des STADT-SPIELs Klaus Schlie, Kreispräsident Meinhard Füllner, Kreistagsabgeordnete, viele Direktkandidaten und Direktkandidatinnen zur Landtagswahl aus den Wahlkreisen im Herzogtum Lauenburg sowie Rüdiger Jung (Fachbereichsleiter Jugend, Familie, Schule und Soziales des Kreises), Michael Blanke (Fachdienstleiter Kindertagesbetreuung, Jugendförderung und Schulen des Kreises) und Daniel Krieger-Bratke als Vorstandsmitglied des Landesjugendringes Schleswig-Holstein.

In ihren Grußworten lobten die Gäste die verlässliche sowie sehr gute Arbeit des KJR und gingen auf das Wahlrecht ab 16 Jahren zur Landtagswahl ein. Der 1. Vorsitzende des KJR Jens Pechel betonte in seinem Vorstandsbericht die Bedeutung des Ehrenamtes in der Jugendarbeit und forderte die Politik auf, Freiräume zu schaffen, damit junge Menschen auch zukünftig sich engagieren können. „Schule und Studium binden junge Menschen immer mehr und ein ehrenamtliches Engagement wird immer schwieriger“, so Pechel.

Aber auch die Bedeutung von außerschulischen Freizeiten und Fahrten hob Jens Pechel hervor. „Kinder und Jugendliche sammeln hier Erfahrungen, die prägend für die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen sind. Sie erwerben Kompetenzen, auf die junge Menschen im Lebensalltag zurückgreifen können. Auf Freizeiten und Fahrten finden verschiedenste Bildungsprozesse statt“, stellte  Jens Pechel fest.

Dass sich die Vollversammlung des KJR mit der bevorstehende Landtagswahl beschäftigte, merkten die Delegierten und Gäste von Anfang an. Alle Anwesenden waren mit einem „Festivalbändchen“ mit der Aufschrift „7. Mai – Ich bin dabei – Landtagswahl 2017“ um das Handgelenk ausgestattet worden. Im inhaltlichen Teil der Vollversammlung drehte sich dann auch alles um dieses Motto. Ganz in der Art der Jugendverbände stimmten sich alle 90 Anwesenden bei dem Rhythmusspiel „Wir gehen jetzt zur Landtagwahl“ ein, was extra für diese Veranstaltung getextet wurde.

Spielerisch wurden dann auch zwei Gesprächsrunden eingeleitet. An verschiedenen Tischen ging es um die Bedeutung der Jugendverbandsarbeit, Mitbestimmungsmöglichkeiten von Kindern und Jugendlichen in der Kommune, Freiräume für ehrenamtliches Engagement, Schule und Jugendarbeit sowie den Zusammenhalt der Gesellschaft. „Der Landesjugendring Schleswig-Holstein hat auf seiner Vollversammlung 2016 jugendpolitische Forderungen verabschiedet, die sehr konkret Bedarfe für die Kinder- und Jugendarbeit formulieren“, so KJR-Geschäftsführer Arne Strickrodt.

Die anwesenden Direktkandidat_innen  Andrea Tschacher (CDU), Manfred Börner und Kathrin Wagner-Bockey (SPD), Burckhard Peters (Bündnis 90/Die Grünen), Jan-Marcus Rossa (FDP), Michael Schröder und Volker Hutfils (Die Linke) sowie Christoph Nagel (Piraten) stiegen mit Begeisterung in die Diskussion mit den Delegierten der Jugendverbände  ein. Schnell stellten sie fest, wie engagiert junge Menschen sind und wo der Schuh drückt. „Was wäre ein Wahlkampf ohne Versprechen“, so Jens Pechel, der alle Kandiat_innen bat, sich für die Jugend(verbands-)arbeit einzusetzen.

18 Jahre war Sabine Zymelka 2. Vorsitzende des KJRs. Darüberhinaus engagierte sie sich bereits über 30 Jahre ehrenamtlich bei Freizeiten und Fahrten. Zudem ist sie aktiv beim STADT-SPIEL und dem Jugendbildungsprojekt „experience“ dabei. Sie setzte sie sich für die Belange der mobilen Spieliothek im und außerhalb des Kreisjugendringe s ein. „18 Jahre sind eine lange und schöne Zeit im Vorstand gewesen. Ich freue mich, dass mit Eugenia Roo eine junge engagierte Frau meine Nachfolge antreten möchte“, so Sabine Zymelka zum Abschied aus dem Vorstand des KJR. Kreispräsident Meinhard Füllner dankte Sabine Zymelka ebenso wie Jens Pechel für das lange ehrenamtliche Engagement. „Der gesamte KJR freut sich, dass Du auch zukünftig dich weiter bei Freizeiten und Jugendbildungsmaßnahmen engagieren möchtest“, so Pechel in seiner Dankesrede.

Eugenia Roo (27) engagiert sich seit vielen Jahren als ehrenamtliche Teamerin im KJR. Durch ihre Tätigkeit im sogenannten „Aktiv-Team“ des KJR  – einer Gruppe junger Menschen, die beim KJR sich über Freizeiten und Fahrten hinaus engagieren – war Eugenia Roo schon längere Zeit beratend im Vorstand tätig und kennt somit die vielen Arbeitsfelder des KJR. Ebenfalls aus dem „Aktiv-Team“ kommt Oliver Jürk(23). Er ist von den Mitgliedern des Aktiv-Teams als ihr Vertreter in den Vorstand gewählt worden und nun auf der Vollversammlung bestätigt worden. Zudem kandidierten Norman Bell und Andrea Hasenkamp erneut für ihre Ämter als stellvertretende Vorsitzende. Beide wurden einstimmig für weitere zwei Jahre gewählt.

Hier steht der Text „Wir gehen zur Landtagswahl“ angelehnt an die „Quietschiejagd“ als pdf-Datei zum Download bereit.

Hier stehen die jugendpolitischen Forderungen des Landesjugendringes als pdf-Datei zum Download bereit.

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