Vollversammlung

Die Vollversammlung ist das oberste beschließende Organ des Kreisjugendringes Herzogtum Lauenburg. Sie vertritt die Gesamtheit der Mitglieder und legt die Grundsätze und die Gesamtplanung für die Arbeit des Kreisjugendringes Herzogtum Lauenburg fest und ist mindestens einmal jährlich durchzuführen.

Der Vollversammlung gehören mit Stimmrecht die jeweils von den Mitgliedern benannten Delegierten und die stimmberechtigten Mitglieder des Vorstandes an.
Es entsenden

  • jeder Kreisverband bis zu
    100 Mitgliedern = drei Delegierte
    500 Mitgliedern = fünf Delegierte
    1000 Mitgliedern = sieben Delegierte
    über 1000 Mitglieder = acht Delegierte.

Maßgeblich für die Berechnung der Delegiertenzahl sind die bis zum 15.02. jeden Jahres vorliegenden Mitgliederzahlen.

  • jeder Orts- bzw. Stadtjugendring zwei Delegierte
  • jede Jugendgruppe ohne Kreisverband eine_n Delegierte_n.

Die Vollversammlung entscheidet über die Aufnahme und den Ausschluss von Mitgliedern.

Die jährliche Vollversammlung findet zumeist im März/April statt. Es erfolgt eine schriftliche Einladung.

Delegierte und Gäste bei der Vollversammlung 2018

Die Delegierten der Vollversammlung des Kreisjugendringes Herzogtum Lauenburg (KJR) am 20. April setzten sich mit einer vollen Tagesordnung auseinander. Den Schwerpunkt bildete dabei der Antrag „jugendpolitische Überlegungen 2018-2023“. In einem gemeinsamen Prozess mit seinen Mitgliedsverbänden erarbeitete der Kreisjugendring seit Anfang des Jahres sieben jugendpolitische Überlegungen, die auf kommunale Themen abzielen, um das Aufwachsen junger Menschen kind- und jugendgerechter zu gestalten. Dabei werden sowohl Anliegen aus den Vereinen und Verbänden angesprochen als auch die Interessen junger Menschen nach Mobilität und kostengünstigem Wohnraum aufgegriffen. „Wir müssen dahinkommen, dass auch auf Stadt- und Gemeindeebene im gesamten Kreisgebiet der Jugendarbeit ein hoher Stellenwert eingeräumt und dort auch finanziell gefördert wird. Es kann auch nicht angehen, dass in manchen Orten Hallennutzungsgebühren für Vereine, die Jugendarbeit machen, anfallen“, so eine Delegierte. Gemeinsam mit den Delegierten aus anderen Vereinen und Verbänden sowie zahlreichen Kommunalpolitiker_innen aller Kreistagsparteien, tauschte sie sich im Rahmen eines World Cafés zu den jugendpolitischen Überlegungen aus. „Es ist gut, dass Kinder und Jugendliche in allen Dingen, die sie betreffen, durch die Gemeinde beteiligt werden müssen. Es muss aber auch vor Ort umgesetzt werden. Hier brauchen die Gemeinden noch mehr Unterstützung“, ergänzt ein weiterer Delegierter. Die Vollversammlung beschloss einstimmig die jugendpolitischen Überlegungen. Der Kreisjugendring ist damit aufgefordert diese Themen immer wieder in die politische und öffentliche Diskussion einzubringen. „Als Kreisjugendring verstehen wir uns als kompetenter Ansprechpartner in Sachen Jugendarbeit und als Interessenvertreter der Jugendorganisationen sowie aller Kinder und Jugendlichen“, so Jens Pechel, der als 1. Vorsitzender erneut für weitere zwei Jahre dem KJR vorstehen wird. „Wir freuen uns, dass wir heute gemeinsam mit der Politik die politischen Überlegungen andiskutiert haben. Es gilt nun für die nächsten fünf Jahre dies fortzuführen und gemeinsam nach Wegen und Lösungen zu suchen. Wir werden dies immer wieder auf die Tagesordnung rufen“, so Pechel weiter.

Einstimmig wurde auch die Aufnahme der Kinder- und Jugendbeiräte aus Ratzeburg, Mölln, Lauenburg und Wentorf in den Kreisjugendring beschlossen. „Durch eine Satzungsänderung, die seit letztem Jahr gilt, ist dies möglich geworden. Wir begrüßen dies sehr, da wir uns somit gegenseitig im Netzwerk unterstützen können und im Sinne der Kinder und Jugendlichen mit einer Stimme sprechen“, erläutert Arne Strickrodt, Geschäftsführer des KJR.

Neben Jens Pechel (40) werden auch Jennifer Rath (31), Anne Redder (32) und Oliver Jürk (24) weiterhin im Vorstand ehrenamtlich arbeiten. Malte Allrich (33), der vier Jahre im KJR-Vorstand war, trat aus zeitlichen Gründen nicht wieder an. Für ihn wurde Julian Schlicht (21) als stellvertretender Vorsitzender gewählt. Julian Schlicht war jahrelang in der evangelischen Jugend aktiv, engagiert sich im Deutschen Roten Kreuz, kennt den KJR u.a. als Teamer beim STADT-SPIEL und studiert auf Lehramt. „Ich freue mich auf die Arbeit im Vorstand“, so Julian Schlicht nach der Wahl.

Dank sprach der KJR Christiane Gehrmann aus, die 20 Jahre als Vorsitzende den Jugendhilfeausschuss leitete und nun nicht mehr für den Kreistag kandidiert. Für Rüdiger Jung, Fachbereichsleiter Jugend, Familie, Schulen und Soziales des Kreises, war es in dieser Funktion ebenfalls die letzte Vollversammlung. Er scheidet im nächsten Jahr aus dem Amt und hat den KJR von 1982 konstruktiv begleitet. Beide lobten die Qualität und Kompetenz beim KJR. Neben Rüdiger Jung und Christiane Gehrmann betonte auch Kreispräsident Meinhard Füllner die Bedeutung der Jugendverbandsarbeit und der Arbeit des KJR. Kreispräsident Füllner verbeugte sich im Rahmen seiner Grußworte vor dieser Arbeit im Namen des gesamten Lauenburgischen Kreistages. „Hier findet eine kontinuierliche, und konstruktive Arbeit auf sympathische Art und Weise statt. Das macht ihr spitze!“, so Füllner.

Die verabschiedeten „jugendpolitischen Überlegungen 2018 – 2023“ stehen hier zum Download bereit.

7. Mai – Wir sind dabei! – Landtagswahl 2017

-Eugenia Roo tritt Nachfolge von Sabine Zymelka als 2. Vorsitzende an-

Am 31. März hatte der Kreisjugendring Herzogtum Lauenburg e.V. (KJR) zu seiner Vollversammlung geladen, zu der über 90 Delegierte und Gäste begrüßt werden konnten. Darunter waren auch Landtagspräsident und Schirmherr des STADT-SPIELs Klaus Schlie, Kreispräsident Meinhard Füllner, Kreistagsabgeordnete, viele Direktkandidaten und Direktkandidatinnen zur Landtagswahl aus den Wahlkreisen im Herzogtum Lauenburg sowie Rüdiger Jung (Fachbereichsleiter Jugend, Familie, Schule und Soziales des Kreises), Michael Blanke (Fachdienstleiter Kindertagesbetreuung, Jugendförderung und Schulen des Kreises) und Daniel Krieger-Bratke als Vorstandsmitglied des Landesjugendringes Schleswig-Holstein.

In ihren Grußworten lobten die Gäste die verlässliche sowie sehr gute Arbeit des KJR und gingen auf das Wahlrecht ab 16 Jahren zur Landtagswahl ein. Der 1. Vorsitzende des KJR Jens Pechel betonte in seinem Vorstandsbericht die Bedeutung des Ehrenamtes in der Jugendarbeit und forderte die Politik auf, Freiräume zu schaffen, damit junge Menschen auch zukünftig sich engagieren können. „Schule und Studium binden junge Menschen immer mehr und ein ehrenamtliches Engagement wird immer schwieriger“, so Pechel.

Aber auch die Bedeutung von außerschulischen Freizeiten und Fahrten hob Jens Pechel hervor. „Kinder und Jugendliche sammeln hier Erfahrungen, die prägend für die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen sind. Sie erwerben Kompetenzen, auf die junge Menschen im Lebensalltag zurückgreifen können. Auf Freizeiten und Fahrten finden verschiedenste Bildungsprozesse statt“, stellte  Jens Pechel fest.

Dass sich die Vollversammlung des KJR mit der bevorstehende Landtagswahl beschäftigte, merkten die Delegierten und Gäste von Anfang an. Alle Anwesenden waren mit einem „Festivalbändchen“ mit der Aufschrift „7. Mai – Ich bin dabei – Landtagswahl 2017“ um das Handgelenk ausgestattet worden. Im inhaltlichen Teil der Vollversammlung drehte sich dann auch alles um dieses Motto. Ganz in der Art der Jugendverbände stimmten sich alle 90 Anwesenden bei dem Rhythmusspiel „Wir gehen jetzt zur Landtagwahl“ ein, was extra für diese Veranstaltung getextet wurde.

Spielerisch wurden dann auch zwei Gesprächsrunden eingeleitet. An verschiedenen Tischen ging es um die Bedeutung der Jugendverbandsarbeit, Mitbestimmungsmöglichkeiten von Kindern und Jugendlichen in der Kommune, Freiräume für ehrenamtliches Engagement, Schule und Jugendarbeit sowie den Zusammenhalt der Gesellschaft. „Der Landesjugendring Schleswig-Holstein hat auf seiner Vollversammlung 2016 jugendpolitische Forderungen verabschiedet, die sehr konkret Bedarfe für die Kinder- und Jugendarbeit formulieren“, so KJR-Geschäftsführer Arne Strickrodt.

Die anwesenden Direktkandidat_innen  Andrea Tschacher (CDU), Manfred Börner und Kathrin Wagner-Bockey (SPD), Burckhard Peters (Bündnis 90/Die Grünen), Jan-Marcus Rossa (FDP), Michael Schröder und Volker Hutfils (Die Linke) sowie Christoph Nagel (Piraten) stiegen mit Begeisterung in die Diskussion mit den Delegierten der Jugendverbände  ein. Schnell stellten sie fest, wie engagiert junge Menschen sind und wo der Schuh drückt. „Was wäre ein Wahlkampf ohne Versprechen“, so Jens Pechel, der alle Kandiat_innen bat, sich für die Jugend(verbands-)arbeit einzusetzen.

18 Jahre war Sabine Zymelka 2. Vorsitzende des KJRs. Darüberhinaus engagierte sie sich bereits über 30 Jahre ehrenamtlich bei Freizeiten und Fahrten. Zudem ist sie aktiv beim STADT-SPIEL und dem Jugendbildungsprojekt „experience“ dabei. Sie setzte sie sich für die Belange der mobilen Spieliothek im und außerhalb des Kreisjugendringe s ein. „18 Jahre sind eine lange und schöne Zeit im Vorstand gewesen. Ich freue mich, dass mit Eugenia Roo eine junge engagierte Frau meine Nachfolge antreten möchte“, so Sabine Zymelka zum Abschied aus dem Vorstand des KJR. Kreispräsident Meinhard Füllner dankte Sabine Zymelka ebenso wie Jens Pechel für das lange ehrenamtliche Engagement. „Der gesamte KJR freut sich, dass Du auch zukünftig dich weiter bei Freizeiten und Jugendbildungsmaßnahmen engagieren möchtest“, so Pechel in seiner Dankesrede.

Eugenia Roo (27) engagiert sich seit vielen Jahren als ehrenamtliche Teamerin im KJR. Durch ihre Tätigkeit im sogenannten „Aktiv-Team“ des KJR  – einer Gruppe junger Menschen, die beim KJR sich über Freizeiten und Fahrten hinaus engagieren – war Eugenia Roo schon längere Zeit beratend im Vorstand tätig und kennt somit die vielen Arbeitsfelder des KJR. Ebenfalls aus dem „Aktiv-Team“ kommt Oliver Jürk(23). Er ist von den Mitgliedern des Aktiv-Teams als ihr Vertreter in den Vorstand gewählt worden und nun auf der Vollversammlung bestätigt worden. Zudem kandidierten Norman Bell und Andrea Hasenkamp erneut für ihre Ämter als stellvertretende Vorsitzende. Beide wurden einstimmig für weitere zwei Jahre gewählt.

Hier steht der Text „Wir gehen zur Landtagswahl“ angelehnt an die „Quietschiejagd“ als pdf-Datei zum Download bereit.

Hier stehen die jugendpolitischen Forderungen des Landesjugendringes als pdf-Datei zum Download bereit.

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