Demokratie leben!

Der Kreisjugendring ist seit 2015 die lokale Koordinierungs- und Fachstelle für die Umsetzung des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ im Kreis Herzogtum Lauenburg sowie für die Stadt Lauenburg/Elbe mit den Ämtern Lütau und Büchen. Im Bundesprogramm werden diese Fördergebiete auch „Partnerschaften für Demokratie“ genannt – vor Ort ziehen wir deshalb als „Demokratiepartnerschaften im Lauenburgischen“ an einem Strang.

Auf der Homepage www.demokratiepartnerschaften-im-lauenburgischen.de gibt es die aktuellen Informationen zur Umsetzung in den beiden Fördergebieten. Hier erfahren Sie wesentliche Informationen zur Umsetzung des Bundesprogramms, können Eindrücke von den geförderten Projekten gewinnen und erfahren, wie Sie selbst mit Ihrem Verein einen Antrag stellen.

Wie können wir gemeinsam demokratische Werte im Alltag leben, teilen und einen Beitrag für ein vielfältiges Miteinander leisten? Mit diesen Fragen wollen wir uns im Kreis Herzogtum Lauenburg im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ den Herausforderungen von Rechtsextremismus und anderen Formen von gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit stellen und mit innovativen Projekten begegnen.

Seit Januar 2015 läuft das „Demokratie leben! Aktiv gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Menschenfeindlichkeit“. Es ist das Nachfolgeprogramm von „VIELFALT TUT GUT. Jugend für Vielfalt, Toleranz und Demokratie“ und „TOLERANZ FÖRDERN – KOMPETENZ STÄRKEN“, in dessen Rahmen der Kreisjugendring z.B. mit „X-change – Vielfalt in der Jugendverbandsarbeit“ bereits zahlreiche Projekte für eine interkulturelle Öffnung der Jugendverbandsarbeit erfolgreich umgesetzt und angestoßen hat.

In „Demokratie leben!“ stellt der Kreisjugendring für die Zeit 2015 bis 2019 die lokale Koordinierungs- und Fachstelle und ist dabei sowohl für den Kreis Herzogtum Lauenburg als auch für die Stadt Lauenburg mit den Ämtern Büchen und Lütau tätig. Hier kann der Kreisjugendring eigene Ressourcen und Erfahrungen im Bereich der Jugendarbeit einbringen und bündeln. Auf Kreisebene geschieht die Umsetzung des Bundesprogramms aus diesem Grund auch mit der Schwerpunktsetzung „Jugend“.

In den „Partnerschaften für Demokratie“ sollen lokale Bündnisse zwischen verschiedenen Vereinen, Initiativen und öffentlichen Institutionen gestärkt und ausgebaut werden, die sich für ziviles Engagement, demokratisches Verhalten und eine Kultur der Vielfalt und des Miteinanders einsetzen. Durch die Vernetzung und Zusammenarbeit von Menschen und Organisationen sollen auf diese Weise viele kreative Projektideen umgesetzt werden.

Sind Sie bereits in Ihrem Verein auf ähnliche Weise engagiert? Bestehen bei Ihnen neue Ideen für Projekte und der Wunsch nach Vernetzung? Dann wenden Sie sich an unsere Mitarbeiterin Sara Opitz, die gerne bei Ideenfindung und Antragstellung hilft.

Seit 2017 gibt es mit der Stadt Ratzeburg mit dem Amt Lauenburgische Seen ein drittes Fördergebiet hier im Kreis. Auch wenn wir hierfür nicht lokale Koordinierungs- und Fachstelle sind, stehen wir bei Rückfragen zur Verfügung und verweisen gerne weiter. Zur Homepage dieses Fördergebiets gelangen Sie unter www.partnerschaftdemokratie.de.

Weitere allgemeine Informationen über das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ können hier abgerufen werden: www.demokratie-leben.de.

Vereine, Verbände und andere gemeinnützige Organisationen können Fördermittel für Projekte bei uns, der lokalen Koordinierungs- und Fachstelle, beantragen. Wenn die Projekte dem Kreisjugendring vorliegen und entscheidungsreif sind, entscheiden die sogenannten Begleitausschüsse der „Partnerschaften für Demokratie“ mit ehren- und hauptamtlichen Mitgliedern aus Vereinen und Verbänden, Politik und Verwaltung über die Anträge.

Der Begleitausschuss tagt mindestens dreimal (Kreis) bzw. viermal (Lauenburg) pro Kalenderjahr. Neben den Projektentscheidungen entwickelt er eigene Schwerpunkte und Umsetzungsstrategien.

Bis Ende 2019 stehen jährlich 48.000,-€ für Projekte pro Fördergebiet bereit.

In der „Partnerschaft für Demokratie“ des Kreises gibt es den Schwerpunkt „Jugend“. Dies bedeutet, dass Jugendprojekte oder Projekte für Menschen, die mit Jugendlichen arbeiten, gefördert werden. Außerdem sieht dieses Fördergebiet eine Förderhöchstgrenze von 5.000,- Euro vor.

Mini-Projekte: Für (kurzfristige) kleinere Projektvorhaben oder für z.B. Gruppen, die keinen gemeinnützigen Status innehaben, bieten sich die Mini-Projekte an. Innerhalb einer Woche können hier bis zu 300,- Euro (Kreis) bzw. bis zu 500,- Euro (Lauenburg) bei der lokalen Koordinierungs- und Fachstelle beantragt werden.

Die Antragsformulare können über die Homepage www.demokratiepartnerschaften-im-lauenburgischen.de heruntergeladen oder bei unserer Mitarbeiterin Sara Opitz erfragt werden.

Zur stärkeren Beteiligung von jungen Menschen an den „Partnerschaften für Demokratie“ und darüber hinaus werden im Rahmen von „Demokratie leben!“ bundesweit Jugendforen eingerichtet, die von Jugendlichen mit Unterstützung selbst organisiert werden. Zur Umsetzung eigener Projekte werden den Jugendforen zusätzliche Fördermittel von 7.000,- € im Jahr bereitgestellt.

Im kreisweiten Jugendforum sind Jugendliche eingeladen, sich regelmäßig zu treffen, um sich auszutauschen, Ideen zu entwickeln und diese umsetzen. Das Angebot beim nächsten Treffen unverbindlich dabei zu sein, sich und seine Ideen einzubringen und neue Leute kennenzulernen steht allen Jugendlichen des Kreises offen. Über neue Gesichter beispielsweise aus Vereinen, Verbänden, Kinder- und Jugendbeiräten, Schülervertretungen oder Interessierter freuen wir uns sehr.

Koordinator Oskar Blank steht für weitere Informationen oder Anmeldungen unter jugendforum@kjr-herzogtum-lauenburg.de gerne zur Verfügung.

Es besteht keine Verpflichtung bei jedem Treffen dabei zu sein. Es soll vielmehr um Austausch und Ideenentwicklung gehen bis hin zur Projektdurchführung. Dabei haben die jungen Menschen einen großen Handlungsspielraum und erfahrt durch den Kreisjugendring die nötige Unterstützung.

Jedes Jahr findet in den „Partnerschaften für Demokratie“ eine Demokratiekonferenz statt. Diese Veranstaltungen dienen der praxisnahen Auseinandersetzung mit dem Themenkomplex Demokratie, Vielfalt, Jugendbeteiligung und Begegnung von Extremismus. Die Teilnehmenden können hier z.B. an Workshops teilnehmen und mit anderen in den Austausch treten.

Alle bereits Aktiven, aber auch neu Interessierte sind herzlich eingeladen an den Demokratiekonferenzen teilzunehmen, sich mit eigenen Ideen einzubringen und Impulse für das eigene Engagement vor Ort zu setzen.

Die Termine der Veranstaltungen geben wir auch über unsere Homepage bekannt.

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