Jugendpolitische Veranstaltungen

Der Kreisjugendring Herzogtum Lauenburg organisiert in regelmäßigen Abständen jugendpolitische Veranstaltungen. Ziel hierbei ist es junge Menschen dabei zu unterstützen, Politik und demokratische Prozesse zu verstehen, in Kontakt mit Politiker_innen zu treten, Partei- und Wahlprogramme zu unterscheiden und kritisch zu hinterfragen. Hierfür versucht der Kreisjugendring, den jungen Menschen des Kreises insbesondere bei Kommunal-, Landtags- und Bundestagswahlen durch Rahmenveranstaltungen eine Plattform zu bieten.

Gleichzeitig setzen wir uns dafür ein, dass Kinder und Jugendliche bei Entscheidungen, die ihre Interessen betreffen, beteiligt werden. Wir unterstützen Kinder und Jugendliche, ihre eigenen Interessen und Meinungen zu formulieren und zu vertreten.

Das Jugendforum des Kreises Herzogtum Lauenburg, das in der Trägerschaft des Kreisjugendringes ist, bietet jungen Menschen hierfür eine Plattform. Beim Jugendforum können alle Jugendlichen des Kreises Herzogtum Lauenburg mitwirken. Wie oft und wie stark Du Dich einbringst, entscheidest Du selbst.

Du gehörst einer Jugendgruppe an, die was in ihrem Ort umsetzen möchte, aber noch Unterstützung sucht? Dich beschäftigt, wie Du Dich in Deinem Wohnort, in der Schule, in der Freizeit, im Kinder- und Jugendbeirat, im Verein etc. stärker einbringen, Deine Meinung äußern und beteiligen kannst? Du bist daran interessiert, neue Leute kennenzulernen, die über den eigenen Tellerrand schauen?

Dann bist Du beim Jugendforum Kreis Herzogtum Lauenburg genau richtig: Hier könnt Ihr aktiv mitbestimmen und einiges auf die Beine stellen. Die regelmäßigen Treffen sind eine gute Gelegenheit, Projektideen mitzubringen oder diese vor Ort gemeinsam zu entwickeln. Eine unkomplizierte finanzielle Unterstützung von kleinen und größeren Jugendprojekten ist über den eigenen „Fördertopf“ möglich. In 2018 werden dem Jugendforum 7.000 € zur Verfügung stehen. Den Projekten sind dabei kaum Grenzen gesetzt – ausschlaggebend sind Eure Ideen. Oskar Blank steht Euch dabei unterstützend zur Seite.

Beim Jugendforum können alle Jugendlichen des Kreises Herzogtum Lauenburg mitwirken. Wie oft und wie stark Du Dich einbringst, entscheidest Du selbst.

Bist Du interessiert? Dann melde Dich einfach bei Oskar.

Kreisjugendring Herzogtum Lauenburg
Jugendforum „Demokratie leben!“
Oskar Blank
Tel.: 0176-57659249
Mail: jugendforum@kjr-herzogtum-lauenburg.de

Politik ist uns nicht Wurst

Kreisjugendring ruft insbesondere junge Menschen auf, das Wahlrecht am 6.5. zu nutzen

Der Kreisjugendring Herzogtum Lauenburg (KJR) hatte im Vorwege der Kommunalwahl nach Berkenthin, Lütau und Breitenfelde junge Menschen eingeladen, um mit der Kommunalpolitik bei Wurst und Grillkäse ins Gespräch zu kommen. Zudem gab es in Kooperation mit dem Stadtjugendring Geesthacht eine Veranstaltung in dem Jugendhaus Düne unter dem Motto „Speed-Dating“. Beiden Jugendringen ist es wichtig, dass junge Menschen mit Politiker_innen ins Gespräch kommen. „Sie sollen ihnen auf Augenhöhe begegnen und ihnen von ihren Herausforderungen berichten können. Gleichzeitig hat Politik so die Chance direkt darauf einzugehen“, erläutert Jens Pechel das Format der Veranstaltungen. Es stand das Gespräch am Stehtisch oder in der Sitzecke bei der Grillwurst im Vordergrund. Der Kreisjugendring hatte bewusst öffentliche Plätze im ländlichen Raum für seine „Politik ist uns nicht Wurst“ – Aktionen gewählt; auf dem Parkplatz eines Supermarktes in Berkenthin, auf dem Dorfplatz in Lütau und auf dem Kirchparkplatz in Breitenfelde. Die eingeladenen Politiker_innen, die entweder für den Kreistag oder die Gemeindevertretung kandidieren, nutzten zahlreich die Möglichkeit, um mit jungen Menschen zu diskutieren. An allen vier Orten wurde angeregt über verschiedene Themen gesprochen. Neben den eher informellen Gesprächsrunden stellten sich die Politiker_innen in kleinen Talkrunden auch den Fragen des KJR. Hierbei spielten insbesondere die jugendpolitischen Überlegungen, die der KJR auf seiner Vollversammlung verabschiedet hatte, eine große Rolle:

Wie steht es um die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen, wie kann die außerschulische Kinder- und Jugendarbeit gefördert werden, müssen Angebote für Kinder und Jugendliche nicht von Hallennutzungsgebühren befreit sein, wie kann eine attraktive politische Bildung aussehen und wie steht es eigentlich um die Mobilität und kostengünstige Wohnungen im Kreis?

Beim Speed-Dating in Geesthacht ging es auch um lokale Themen, wie die Schließung des BBZ oder die Bahnanbindung. „Bei der Kommunalwahl entscheiden wir, wer in den nächsten fünf Jahren über jene Themen bestimmt, die bei uns vor der Haustür passieren“, so die Vertreter des Kreisjugendringes und des Stadtjugendringes.

Am 2.5. fand die letzte Aktion in Breitenfelde statt. Rund 60 Teilnehmende waren auf dem Parkplatz an der Kirche, um zu diskutieren. „Wir freuen uns, dass verschiedene Vereine der Jugendarbeit heute dabei sind, egal ob vom Jugendrotkreuz, der Jugendfeuerwehr, der evangelische Jugend oder der Landjugend“; so Eugenia Roo, zweite Vorsitzende des KJR. „Es ist unsere gemeinsame Aufgabe, egal ob Eltern, Politik, Verwaltung, Kita, Schule oder Jugendarbeit, Kindern und Jugendlichen Politik erlebbar zu machen und sie von klein auf an den Entscheidungen, die sie betreffen ernsthaft zu beteiligen“, so Arne Strickrodt, Geschäftsführer vom KJR.

Die Aktionen werden gefördert durch die Partnerschaft für Demokratie Kreis Herzogtum Lauenburg im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“.

 

Wir fordern alle Bürger_innen – insbesondere junge Menschen ab 16 Jahren – auf, dass Sie ihr Wahlrecht wahrnehmen und so mitbestimmen, was in den nächsten fünf Jahren vor der eigenen Haustür passiert.

Der Landesjugendring Schleswig-Holstein hat ein paar Infromationen zur Kommunalwahl zusammengestellt und sie auf seiner Homepage veröffentlicht.

Über die folgenden Links gelangt man zu den Kommunalwahlprogrammen der Parteien im Herzogtum Lauenburg:

CDU

SPD

Bündnis 90/Die Grünen

FDP

Die Linke

Des Weiteren sind die AfD, Die Partei, Freie Wähler und im Wahlkreis Büchen ein Direktkandidat der Wählergemeinschaft BISS Gudow/Kehrsen für die Wahl des Kreistages zugelassen. Aktuell konnten wir keine Kommunalwahlprogramme dieser Parteien bzw. Wählergemeinschaft finden.

Alle zugelassenen Wahlvorschläge zur Wahl des Kreistages gibt es auf den Seiten des Kreises Herzogtum Lauenburg.

Impressionen von „Politik ist uns nicht Wurst“:

– Politik und Kreisjugendring nehmen Ideen für mehr Beteiligung entgegen –

Vom 8. bis 9.12.2017 hießen der Kreisjugendring Herzogtum Lauenburg (KJR) und Kreispräsident Füllner fast sechzig Teilnehmende zum Workshop mit Planspiel „Wenn du mich fragst…“ in der Ratzeburger Jugendherberge willkommen. An zwei Tagen erlebten vor allem junge Menschen im Alter zwischen 13 und 24 Jahren Kommunalpolitik in einem interaktiven Rahmen, kamen mit Aktiven aus der Kommunal-, Landes- und Bundespolitik ins Gespräch und entwickelten eigene Positionen und Strategien, um junge Menschen nachhaltig stärker an politischen Entscheidungsprozessen zu beteiligen.

Als Kreispräsident Füllner und KJR-Vorsitzender Jens Pechel die Veranstaltung am Freitag eröffnen war bereits ein Ziel von Seiten der Initiatoren erreicht. So gut wie alle Plätze waren besetzt – und das bei einem Thema, bei dem gerade Jugendlichen oftmals ein Desinteresse nachgesagt wird. Dem widersprach Füllner jedoch bereits in seinen Grußworten: „Wir wissen, dass Jugendliche immer politischer werden, allein scheinen die politischen Strukturen für die junge Altersgruppe schlicht nicht attraktiv, um sich zum Beispiel parteipolitisch zu engagieren. Politischer Nachwuchs ist jedoch in einer Parteiendemokratie notwendig“. So nahm Füllner auch Bezug auf den Kreistagsbeschluss aus 2016, welcher den Grundstock für die Veranstaltung legte und das Ziel setzte, Menschen aus dem Kreis an das Thema Kommunalpolitik heranzuführen und zu motivieren sich selbst zu engagieren.

Angeleitet von drei Referenten der Berliner Firma „planpolitik“ starteten die Teilnehmenden am Freitag in zwei Gruppen in ein Planspiel, welches sie anhand eines kommunalpolitischen Szenarios in Rollen von Politik und Interessenvertretung schlüpfen ließ. In einer fiktiven Stadt stand die Vergabe von Fördermitteln für Jugendprojekte sowie die Bildung eines Jugendbeirats auf der Tagesordnung der Ratsversammlung. Dabei fanden sich die Teilnehmenden in Parteifraktionen oder Jugendverbänden wieder und verhandelten mit großer Ernsthaftigkeit und viel Einsatz um Inhalte und Positionen. Dass politische Entscheidungen nicht immer einfach und Kompromisse einzugehen sind, wenn beispielsweise eine Seniorenpartei die meisten Sitze innehat, wurde ziemlich schnell deutlich und führte bei manch einem zwischenzeitlich auch zu Frustration. Durchhaltevermögen und Konfliktfähigkeit war somit angesagt.

Freitagabend wurden die im Planspiel aufgekommenen Herausforderungen, aber auch Chancen mit den anwesenden Politikern aus CDU, SPD, FDP und den Grünen in Gesprächsrunden diskutiert. Norbert Brackmann, Meinhard Füllner (CDU), Manfred Börner, Fabian Harbrecht, Bärbel Kersten (SPD), Susanne Itzerott, Thomas Kuehn (FDP) und Annedore Granz (Bündnis 90/Die Grünen) beantworteten zahlreiche Fragen und gingen darüber hinaus auch auf persönliche Werdegänge oder ihre Motivation für das politische Engagement ein. So wurde teils bis in die späten Abendstunden beim gemütlichen Get-Together zusammengestanden und festgestellt, dass Politiker letztlich auch nur Menschen mit Visionen sind.

Doch was läuft eigentlich schief mit politischer Beteiligung von Jugendlichen? Denn die Möglichkeiten für Mitbestimmung sind nicht nur auf kommunaler Ebene oftmals sehr begrenzt. Mit dieser Frage beschäftigten sich die Teilnehmenden am Samstag in Form eines Ideenlabors. „planpolitik“ führte die Gruppen durch mehrere Phasen, ließ den jungen Menschen Raum für Kritik und Visionen. Am Ende wurden Kreispräsident Füllner, der anwesenden Politik und dem KJR acht konkrete Ansätze präsentiert, die jungen Menschen mehr Mitbestimmung einräumen sollen. Die Anwesenden zeigten sich schwer begeistert von den weitreichenden Ideen: von einer verpflichtenden täglichen „halben Stunde Politik“ und jährlichen Planspielen in der Schule, über Mitbestimmung des Landesschülerparlaments in Bildungsfragen, über demokratische Erziehungskurse für Eltern und Demokratiebildung in Kindergärten, lokale Austauschforen für Jugend und Politik und Jugendquoten in Parteien, bis hin zu einer Wissens- und Kommunikations-App rund um „Kommunalpolitik“ sowie digitale jugendgerechte Internetforen der Parteien. „Für uns als KJR sind das tolle Ergebnisse, welche wir nun an die Adressaten weiterleiten und gemeinsam mit dem Kreispräsidenten dem Kreistag vorlegen werden“, erläutert Arne Strickrodt, Geschäftsführer des KJR, das weitere Vorgehen. „Bereits zur Anmeldefrist im November war uns klar, dass das Thema Kommunalpolitik und Mitbestimmung bei Jugendlichen auf Interesse stößt. Dass die Ergebnisse so konkret sind, krönt unsere Erwartungen“, ergänzt Sara Opitz, welche beim KJR als Projektkoordinatorin „Demokratie leben!“ tätig ist und den Workshop organisierte. Und auch die Politik äußerte sich positiv. Fabian Harbrecht von der SPD kündigte bereits an, zwei Ideen mit in den Parteitag zu nehmen und auch auf Landesebene seiner Partei zu diskutieren.

Am Ende des zweiten Tages waren sichtlich alle Beteiligten zufrieden. So sei „Politik nebenbei“ in den Augen eines Teilnehmers nun gar nicht mehr so eine große Hürde und vor allem auch für junge Menschen machbar. Neben dem Zugewinn an Wissen über Kommunalpolitik und neuen Impulsen für Beteiligung gaben die Teilnehmer auch zu verstehen, wie wertschätzend sie die Bereitschaft der Politik empfanden, den Workshop zwei Tage als Beobachter und Ansprechpersonen begleitet zu haben. Für die Initiatoren aus Politik, Verwaltung und des KJR schließlich eine gelungene Veranstaltung mit Blick in die Zukunft.

„Wenn du mich fragst…“ wird von der Partnerschaft für Demokratie Kreis Herzogtum Lauenburg im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert.

Kindern eine Stimme geben!

Der 20. September ist der Weltkindertag, ein Tag an dem die Kinder und Jugendlichen in den Mittelpunkt der Öffentlichkeit gerückt werden sollen. Das Motto zum Weltkindertag am 20. September 2017 lautete „Kindern eine Stimme geben!“. Das Deutsche Kinderhilfswerk und UNICEF Deutschland rief unter diesem Motto dazu auf, mehr Beteiligungsmöglichkeiten für Kinder und Jugendliche in Deutschland zu schaffen.

Als Kreisjugendring Herzogtum Lauenburg e.V. verstehen wir uns als Interessenvertreter der Jugendverbände sowie der Kinder und Jugendlichen im Herzogtum Lauenburg. Deshalb nutzten wir den Weltkindertag, um mit Kindern und Jugendlichen aus unseren Mitgliedsverbänden auf das Motto „Kindern eine Stimme geben“ aufmerksam zu machen, Postkarten zu verteilen und die Jugendlichen führten Talkrunden mit den Direktkandidat_innen zur Bundestagswahl.

Wenn ich Kanzler_in wäre, …


Jetlira von der DITIB-Jugend Mölln



Alida von der evangelischen Jugend



Johanna vom Jugendrotkreuz Schwarzenbek



Julius von den Pfadfindern Krummesse



Malte von der Jugendfeuerwehr Breitenfelde



Yaren von der Alevitischen Jugend Geesthacht



Marek vom Kreisjugendring Herzogtum Lauenburg



Niclas von der DLRG Jugend Ratzeburg



Kindern eine Stimme geben!

Aktionen des Kreisjugendringes in Geesthacht und Mölln wurden durch Bundestagskandidaten unterstützt
Am Mittwoch, 20. September war Weltkindertag, der in diesem Jahr unter das Motto „Kindern eine Stimme geben!“ gestellt war. „Als Kreisjugendring und Interessenvertreter der Jugendverbände und der Kinder und Jugendlichen im Herzogtum Lauenburg fordern wir, dass Kinder und Jugendliche gehört werden, dass sie sich einbringen können und auf kind- und jugendgerechte Art mitbestimmen können“, betont Jens Pechel, 1. Vorsitzender des Kreisjugendringes (KJR) die Bedeutung.
Mit acht jungen Menschen aus seinen Mitgliedsvereinen sowie den Bundestagskandidaten Norbert Brackmann (CDU), Nina Scheer (SPD), Konstantin von Notz (Bündnis 90/Die Grünen) sowie dem örtlichen Vertreter der Linken Christian Wagner zog der KJR am Weltkindertag durch die Straßen von Geesthacht und Mölln. Verteilt wurden Postkarten mit den Gesichtern der Kinder und Jugendlichen, die darauf aussagen, was sie umsetzen würden, wenn sie selbst Kanzler oder Kanzlerin wären. „Das sind hochpolitische Forderungen, die auf diesen Postkarten vertreten werden“, waren sich alle vier Politiker einig.
Die acht jungen Menschen hatten sich am Vormittag mit ihren politischen Aussagen auseinandergesetzt und daraus Fragestellungen an die Politik abgeleitet. In kurzen Talkrunden richteten sie am Nachmittag dann in der Einkaufsstraße von Geesthacht und auf dem Bauhof in Mölln ihre Fragen an die Politik.
Alle vier Vertreter betonten auf die Fragen die hohe Bedeutung des Engagements von jungen Menschen in Vereinen, Verbänden und in den Jugendorganisationen der Parteien. In den Talkrunden legten die jungen Menschen dar, dass es hierfür aber auch Unterstützung und Freiräume bedarf, um überhaupt die Möglichkeit zu haben sich zu einzubringen, sich zu engagieren und so auch die Stimme für die eigenen Interessen zu erheben.
„Kinder brauchen auch mal Langeweile, damit Kreativität entstehen kann. Und sie brauchen nachmittags Zeit, um in den Vereinen tätig zu werden“, so Konstatin von Notz, der selbst über viele Jahre in der evangelischen Jugend als Teamer auf Fahrten aktiv war. Neben seinem politischen Engagement ist auch Norbert Brackmann aktiv in einem Verein, der DLRG. „Kinder sollen sich engagieren, sie sollen befähigt werden, ihr eigenes Schicksal in die Hand zu nehmen. Wir müssen deshalb auch darüber nachdenken, inwieweit Modelle entstehen können, bei denen ehrenamtliche Aktivitäten in der Schule anerkannt werden und Zeit angerechnet wird“, so Brackmann. Nina Scheer betont die Bedeutung von Schule in diesem Zusammenhang. „Hier erreichen wir alle Kinder und Jugendliche und können eine gleichberechtigte Teilhabe ermöglichen. Hier müssen wir aber noch die geeignete Weise finden und auch Inhalte in der Schule entschlacken“, so Scheer, die selbst bereits mit 16 Jahren ihrer Partei beitrat und sich früh als Klassensprecherin engagierte, weil sie etwas verändern wollte. Christian Wagner, der als 21jähriger gerade eine Ausbildung zum Mechatroniker macht, rückt die Bedeutung von Vereinen in den Vordergrund: „Vereine sind die Grundpfeiler unserer Gesellschaft. Hier entstehen Kontakte fürs Leben“, so Wagner.
Neben politischen Statements entlockten die Kinder und Jugendlichen den Politikern aber auch persönliche Statements und auf die Frage, in welcher Partei sie wären, wenn es ihre Partei nicht gäbe, kam so mancher kurz ins Schwimmen.
„Kindern und Jugendlichen eine Stimme zu geben, es ihnen zu ermöglichen, dass sie sich selbst einbringen, aber auch Freiräume haben, um ihre eigenen Interessen vertreten zu können und Verantwortung zu übernehmen, sehen wir als Kreisjugendring als eine wesentliche Aufgabe aller an. Demokratie lebt vom Engagement. Deshalb freuen wir uns, dass Herr Brackmann, Frau Scheer, Herr von Notz und Herr Wagner uns bei unserer Aktion unterstützt haben“, so Arne Strickrodt, Geschäftsführer des KJR. Ohne ein Versprechen entließ der KJR die Bundestagskandidaten dann aber nicht. Sie alle setzten ihre Unterschrift unter das „wahlVERSPRECHEN“, eine Aktion des Deutschen Bundesjugendringes, bei dem die Kandidaten und Kandidatinnen unterschreiben, dass sie die Bedarfe und Interessen junger Menschen besonders in den Blick nehmen.
Die Aktion zum Weltkindertag des KJR wurde gefördert durch Mittel der Partnerschaft für Demokratie des Kreises Herzogtum Lauenburg im Rahmen des Bundesprogrammes „Demokratie leben!“.

Landtagswahl 2017
#aufkreuzen #ankreuzen # mitbestimmen

Am 7. Mai ist in Schleswig-Holstein Landtagswahl – erstmals darf ab 16 Jahren gewählt werden. Junge Menschen haben die Möglichkeit mitzubestimmen, was die nächsten fünf Jahre in Schleswig-Holstein passiert.
Wir hoffen, dass möglichst viele junge Menschen ihr Wahlrecht nutzen. Unter dem Titel „Demokratie lebt von Engagement“ haben sich bereits Anfang des Jahres unser 1. Vorsitzender Jens Pechel, unser Geschäftsführer Arne Strickrodt und unsere Projektkoordinatorin „Demokratie leben!“ Sara Opitz in einem Interview zu den anstehenden Wahlen, der Bedeutung von Engagement und politischer Bildung geäußert. Das Interview ist in unserem Jahresprogramm erschienen und hat unser Spieliotheken-Lio mit den Dreien geführt.
Unter www.mitbestimmen.sh hat der Landesjugendring Schleswig-Holstein einige Informationen zur Landtagswahl zusammengestellt.
Am 4. April ist der Wahl-o-Mat, ein Frage-und-Antwort-Tool, das zeigt, welche zu einer Wahl zugelassene Partei der eigenen politischen Position am nächsten steht, online gegangen. Der Wahl-o-Mat zur Landtagswahl 201 in Schleswig-Holstein ist durch eine Kooperation der Bundeszentrale der politischen Bildung, den Landesbeauftragten für politische Bildung Schleswig-Holstein und durch den Landesjugendring entstanden.
Als Kreisjugendring Herzogtum Lauenburg haben wir verschiedene Aktionen gestartet, um junge Menschen für die Landtagswahl zu sensibilisieren. Knapp 500 junge Menschen haben wir so erreicht.
Im Einzelnen waren dies:
Landtagswahl als thematischer Inhalt auf unserer Vollversammlung am 31.3.2017
Fish und Chips in Ratzeburg am 24.4.2017
Fish und Chips in Geesthacht am 25.4.2017
Wahl-o-Mat zum Aufkleben auf dem Schulberg in Mölln am 26.4.2017
Wahl-o-Mat zum Aufkleben an der Gemeinschaftsschule in Lauenburg am 28.4.2017
FestiWahl in der Waldhalle Büchen am 29.4.2017

Wahlrecht zur Landtagswahl wahrnehmen

Unter den #aufkreuzen #ankreuzen #mitbestimmen (Hashtag-Aktion des Landesjugendringes Schleswig-Holstein) ruft der Kreisjugendring Herzogtum Lauenburg insbesondere junge Menschen auf ihr Wahlrecht am 7. Mai zur Landtagswahl wahrzunehmen.
Besonders kreativ haben die Siedlerjugend Ratzeburg, der Stadtjugendring Schwarzenbek, die Kreissportjugend Herzogtum Lauenburg und der Vorstand des Kreisjugendringes den Wahlaufruf umgesetzt.

Stadtjugendring Schwarzenbek

Kreisjugendring Herzogtum Lauenburg


Siedlerjugend Ratzeburg


Kreissportjugend Herzogtum Lauenburg

#aufkreuzen #ankreuzen #mitbestimmen

Bei vielen Veranstaltungen haben sich unsere Besucher_innen mit den Hashtags #aufkreuzen #ankreuzen #mitbestimmen des Landesjugendringes Schleswig-Holstein fotografieren lassen – mit dabei die Delegierten und Gäste unserer Vollversammlung, junge Menschen aus Schule, Jugendzentrum und Kinder- und Jugendbeirat, die bei Fish & Chips mitdiskutierten sowie die Landtagskandidat_innen aus den beiden Wahlkreisen des Herzogtum Lauenburgs.

Wir hoffen, dass möglichst viele junge Menschen am 7. Mai aufkreuzen und dann an der richtigen Stelle ankreuzen. Junge Menschen (auch unter 16 Jahren) sollen mitbestimmen können, wenn es um Entscheidungen geht, die ihre Interessen betreffen. Nicht nur deshalb schließt sich der Kreisjugendring Herzogtum Lauenburg ausdrücklich den jugendpolitischen Forderungen des Landesjugendringes an.

FestiWahl in Büchen

About Blank, Frank Walter P., Prima Vera und SP3 waren die Acts, die beim FestiWahl am Samstag, 29. April in der Waldhalle Büchen auftraten. Allesamt waren es junge Bands oder Solokünstler und –künstlerinnen aus dem Herzogtum Lauenburg, die für diesen Tag einen neuen Song, in dem es um Demokratie und Wahl geht, geschrieben hatten. Moderiert wurde das FestiWahl des Kreisjugendringes Herzogtum Lauenburg (KJR) durch den Hamburger Poetry Slammer Hannes Maaß.

Der KJR hatte Anfang des Jahres junge Künstler_innen aus dem Herzogtum Lauenburg aufgerufen, sich im Zuge der Landtagswahl in Schleswig-Holstein damit zu beschäftigen, was Politik, Demokratie und Wahl für sie bedeutet. „Wir freuen uns, dass vier Bands bzw. Einzelkünstler unserem Aufruf gefolgt sind“, so Arne Strickrodt, Geschäftsführer des KJR.

Per Videostatements kamen in kurzen Clips auch die Direktkandidaten und Kandidatinnen zu Wort. Sie hatten im Vorwege die Songs der jungen Künstler und Künstlerinnen erhalten und nahmen kurz dazu Stellung. „Das Konzert war überaus vielfältig. Von Rap über Singer/ Songwriter bis Punkrock war viel dabei“, so Jens Pechel, 1. Vorsitzender des KJR.

„In allen Songs wurde sich kritisch mit unserer Gesellschaft auseinandergesetzt“, weiß Sara Opitz, Koordinatorin für das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ beim KJR, aus dem das Konzert auch gefördert wurde. Gleichzeitig schwang aber auch die Botschaft mit, dass die Demokratie, in der wir leben, überaus wertvoll ist. „Junge Menschen sollen für die Demokratie einstehen, überlegen, was ihnen wichtig ist und ihr Kreuz am 7. Mai an der für sie richtigen Stelle machen“, so Arne Strickrodt. Der junge Künstler Frank-Walter P. drückte es in seinen letzten Zeilen so aus: „Also jetzt handeln Diggi, du weißt was passieren kann, setz dein Kreuz und bewahre unsere Vielfalt“.

Fish & Chips in Ratzeburg: gute Gespräche, gutes Essen

Im Petri Forum in Ratzeburg trafen sich am Montag, 24. April 2017 junge Menschen sowie Vertreter und Vertreterinnen der politischen Parteien zum gemeinsamen Gespräch zur Landtagswahl

Die Direktkandidaten und Kandidatinnen des Nordkreises stellten sich den Fragen der jungen Wähler_innen. Manfred Börner (SPD), Burkhard Peters (Bündnis 90/Die Grünen), Christopher Vogt (FDP) und Christin Hönemann (Piratenpartei) waren als Direktkandidaten vertreten, während Direktkandidat Klaus Schlie (CDU) Rasmus Vöge und Michael Schröder (Die Linke) Florian Kautter als ihre Vertreter entsandten.

Jens Pechel (1. Vorsitzender des KJR) legte in seinen Begrüßungsworten dar, dass der KJR keine Vertreter_innen rechtspopulistischer Parteien eingeladen habe. „Als Arbeitsgemeinschaft der Jugendverbände treten wir für Demokratie, Menschenrechte, ein friedliches Miteinander, Vielfalt, Inklusion, Chancengleichheit und ein demokratisches und soziales Europa ein. Wir treten menschenfeindlichen und Bestrebungen und Diskriminierungen entgegen.Rechtspopulistische Parteien unterscheiden sich hier deutlich von den Werten und Positionierungen der Jugendverbandsarbeit“, so Pechel.

Bei Fish und Chips, die durch die DLRG Ratzeburg vorbereitet wurden konnten nun die jungen Wähler_innen im Gespräch mit der Politik ihre Fragen klären und ihre Lebenswelt darstellen. In insgesamt vier Runden kam so fast jede und jeder miteinander ins Gespräch. Verschiedene Plastikfische auf den Tischen mit Fragen am Bauch konnten geangelt werden, um so neue interessante Erkenntnisse zu gewinnen.

In einer Abschlussrunde war Bewegung gefordert, denn es wurden verschiedene Statements formuliert, zu denen man sich positionieren sollte. Es kristallisierte sich dabei heraus, dass es schon einen Unterschied macht, welche Partei man wählt. Je nach Thema gab es unterschiedliche Positionierungen der Parteienvertreter_innen aber auch der jungen Menschen.

„Wir haben tolle Rückmeldungen erhalten“, freut sich Geschäftsführer Arne Strickrodt, der zudem hervorhebt, dass ganz unterschiedliche Jugendliche da waren.“ Es kamen welche über das Jugendzentrum, welche über die Schule oder aus Vereinen und Verbänden oder vom Kinder- und Jugendbeirat“, so Strickrodt.

Fish & Chips – die Zweite

In der Düne in Geesthacht bat der Kreisjugendring nun Am Dienstag, 25. April zur zweiten gemeinsamen Gesprächsrunde. Mit Andrea Tschacher (CDU), Katrin Wagner-Bockey (SPD), Uta Röpcke (Bündnis 90/Die Grünen) Jan Marcus Rossa (FDP), Christoph Nagel (Piratenpartei) und Lorenz Gösta Beutin (Die Linke) als Vertreter für den Direktkandidaten (Volker Hutfils).

Auch in Geesthacht regte Fish & Chips, zum gemeinsamen Gespräch und zur Diskussion in gemütlicher Runde ein. So konnten die jungen Menschen erneut selbst Themen setzen und sich nach ihren Interessen informieren. Ebenso konnten kleine Fische geangelt werden, die mit kurzen Impulsfragen jugendpolitische Themen aufwarfen und eine Positionierung der Direktkandidat_innen erforderten. Fragen, wie z.B. „Wie funktioniert attraktive und moderne Kinder- und Jugendbeteiligung?“ oder „Zwei Drittel der Bildung erfährt man außerhalb der Schule. Bleibt dafür genug Zeit und Raum?“ wurden ebenso diskutiert wie „Atttraktivität des ländlichen Raums: Was brauchen wir? Was bieten wir?“.

„Es war eine super Veranstaltung“, so eine Teilnehmende im Anschluss. „Fish & Chips“ regte viele so sehr an, dass noch nach Veranstaltungsende einige weiter diskutierten.

Das Team des KJR war ebenso zufrieden mit der Veranstaltung. „Wir haben erneut Jugendliche aus unterschiedlichen Kontexten erreicht. Es war toll, dass wir „Fish & Chips“ in der Düne zu den normalen Öffnungszeiten durchführen konnten“, so Jens Pechel, 1. Vorsitzender des KJR. „Wir konnten mit diesem Format von „Fish & Chips“ Politik für die jungen Menschen erfahrbar machen und die Politik konnte sich direkt bei den jungen Menschen über ihre Lebenswelt informieren“, ergänzt Arne Strickrodt, Geschäftsführer des KJR.

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